Ein unabhängiger Leitfaden für alle, die sich das Fotografieren selbst beibringen. Keine Schule und kein Studio und nicht mit der früheren Website unter dieser Domain verbunden; wir verkaufen weder Kurse noch Fotoshootings.
Lektionen
Lektionen und Materialien
Dieser Bereich ist ein kurzer Grundkurs, den Sie in Ihrem eigenen Tempo durcharbeiten. Sechs Lektionen beantworten die wichtigsten Fragen, die sich Einsteiger stellen: Wovon hängt die Helligkeit eines Bildes ab, wie wird genau das scharf, was scharf sein soll, warum sieht derselbe Gegenstand morgens anders aus als abends, wie baut man ein Bild auf, woher kommen seltsame Farbstiche und was macht man mit einer RAW-Datei? Jede Lektion können Sie schon beim nächsten Spaziergang mit Kamera oder Smartphone anwenden.
Versuchen Sie nicht, sich alle Einstellungen auf einmal zu merken. Verstehen Sie, was jede von ihnen bewirkt – den passenden Wert finden Sie dann selbst.
— Aus der Redaktion
So ist dieser Bereich aufgebaut: Jede Lektion erklärt einen Begriff, zeigt, wie er sich im Bild auswirkt, und endet mit einer einfachen Übung. Tabellen mit „besten Einstellungen“ gibt es bei uns nicht: Welche Werte passen, hängt vom Licht, vom Motiv und davon ab, was Sie zeigen wollen.
Lektionen
Sechs Grundlagenlektionen, die sich am besten der Reihe nach durcharbeiten lassen.
Belichtung
Die Helligkeit eines Bildes bestimmen drei Größen: Blende, Belichtungszeit und die Lichtempfindlichkeit ISO. Jede lässt sich in Stufen verändern; eine Stufe verdoppelt oder halbiert die Lichtmenge. Verschieben Sie eine Größe, können Sie das mit einer anderen ausgleichen.
Der Fokus legt die Ebene fest, die scharf wird, und die Schärfentiefe zeigt, wie weit sich der scharfe Bereich nach vorn und hinten erstreckt. Je kleiner die Blendenzahl, desto kleiner dieser Bereich und desto weicher der Hintergrund. Entscheiden Sie zuerst, was scharf sein soll.
Licht kann hart oder weich, warm oder kalt sein und von vorn, von der Seite oder von hinten kommen. Weiches Licht von einem Fenster oder bewölkten Himmel mildert Schatten, Seitenlicht betont Strukturen. Bevor Sie die Kamera heben, schauen Sie, woher das Licht kommt.
Bildgestaltung ist die Entscheidung, was ins Bild kommt und was außerhalb des Rahmens bleibt. Lassen Sie Überflüssiges weg, finden Sie das Wesentliche, achten Sie auf den Hintergrund und auf Linien, die den Blick führen. Den Standpunkt zu wechseln bringt oft mehr als ein anderes Objektiv.
Lampen, Sonnenuntergang und Schatten liefern Licht in unterschiedlichen Farbtönen, und die Kamera versucht, es neutral wiederzugeben. Der Weißabgleich legt fest, welche Farbe als Weiß gilt. Manchmal lohnt es sich, einen warmen oder kühlen Ton zu bewahren, wenn er die Stimmung einer Szene trägt.
RAW speichert die Sensordaten ohne kamerainterne Verarbeitung, deshalb muss die Datei in einem RAW-Konverter entwickelt werden. Dafür bietet sie mehr Spielraum, um Belichtung und Weißabgleich zu korrigieren. Beginnen Sie mit einfachen Korrekturen und bewahren Sie immer das Original auf.
Kurze, verständliche Erklärungen der Begriffe rund um Belichtung, Optik, Fokus und Bildbearbeitung.
Quellen
Lehrbücher zu den Grundlagen der Fotografie: Belichtung, Optik, Licht und Bildgestaltung
DNG specification (Adobe, 2004)
Die Angaben zu Belichtung, Optik, Licht und Bearbeitung sind allgemein gehalten und stützen sich auf Lehrbücher zu den Grundlagen der Fotografie sowie auf die genannten Quellen. Kameraeinstellungen hängen von Motiv und Bildidee ab – prüfen Sie die Tipps daher an Ihren eigenen Aufnahmen.