Ein unabhängiger Leitfaden für alle, die sich das Fotografieren selbst beibringen. Keine Schule und kein Studio und nicht mit der früheren Website unter dieser Domain verbunden; wir verkaufen weder Kurse noch Fotoshootings.

Glossar

Glossar

Fotografen sprechen ihre eigene Sprache, und anfangs klingen Wörter wie „Blendenstufe“, „ausgefressene Lichter“, „Fokuspunkt“ oder „Entwicklung“ rätselhaft. Hier finden Sie kurze, verständliche Erklärungen der wichtigsten Begriffe. Sie ersetzen kein Lehrbuch der Optik, helfen aber, die Lektionen und Aufgaben dieses Leitfadens entspannt zu lesen, die Bezeichnungen im Kameramenü zu verstehen und in Communitys ohne Verlegenheit Fragen zu stellen.

Fachbegriffe braucht man nicht, um erfahren zu wirken. Sie helfen, genau zu benennen, was schiefgelaufen ist – und es damit schneller zu beheben.

— Aus der Redaktion

So ist dieser Bereich aufgebaut: Die Begriffe sind nach Themen gruppiert – Belichtung, Optik und Fokus, Bearbeitung. Die Definitionen sind kurz und allgemein; ausführlicher wird jeder Begriff in den Lektionen und Methoden erklärt.

Belichtung

Belichtung
Die Lichtmenge, die bei einer Aufnahme auf den Sensor fällt. Sie wird durch Blende, Belichtungszeit und die Lichtempfindlichkeit ISO bestimmt.
Blende
Eine veränderbare Öffnung im Objektiv. Je kleiner die Blendenzahl, desto größer die Öffnung und desto mehr Licht gelangt hindurch.
Belichtungszeit
Die Zeit, in der der Verschluss geöffnet ist und Licht auf den Sensor fällt. Sie entscheidet, ob Bewegung eingefroren oder verwischt wird.
ISO
Lichtempfindlichkeit: wie stark das Signal des Sensors verstärkt wird. Ein höherer ISO-Wert macht das Bild heller, erzeugt aber meist mehr Rauschen.
Blendenstufe
Ein Belichtungsschritt: die Verdopplung oder Halbierung der Lichtmenge. In Stufen lassen sich Änderungen von Blende, Belichtungszeit und ISO gut vergleichen.
Belichtungskorrektur
Eine Einstellung, mit der Sie die Kamera anweisen, das Bild heller oder dunkler aufzunehmen, als es der Belichtungsmesser vorschlägt.

Optik und Fokus

Schärfentiefe
Der Bereich vor und hinter der Fokusebene, der scharf erscheint. Er wird kleiner, wenn man die Blende öffnet.
Brennweite
Eine Eigenschaft des Objektivs, die den Bildwinkel bestimmt: Eine kurze erfasst eine weite Szene, eine lange holt Entferntes heran.
Fokuspunkt
Die Stelle im Bild, auf die die Kamera scharfstellt. Wählen Sie sie besser selbst, statt sie der Automatik zu überlassen.
Bokeh
Der Charakter der Unschärfe in den unscharfen Bildbereichen, besonders gut sichtbar an Lichtpunkten im Hintergrund bei offener Blende.
Verwacklung
Unschärfe des gesamten Bildes durch Bewegung der Kamera während der Belichtung. Sie tritt meist bei langen Belichtungszeiten ohne Auflage auf.
Manueller Fokus
Scharfstellen durch Drehen am Fokusring des Objektivs oder durch Antippen des Displays statt der automatischen Wahl durch die Kamera.

Bearbeitung

RAW
Eine Datei mit den Sensordaten ohne kamerainterne Verarbeitung. Um ein fertiges Bild zu erhalten, muss sie in einem Konverter entwickelt werden.
DNG
DNG ist ein offenes Format für RAW-Dateien, das Adobe 2004 vorgestellt hat. Es lässt sich in vielen Konvertern öffnen.
Histogramm
Ein Diagramm, das die Verteilung der Helligkeitswerte im Bild zeigt – von den dunkelsten Tönen links bis zu den hellsten rechts.
Weißabgleich
Eine Einstellung, die festlegt, welche Farbe bei der jeweiligen Beleuchtung als neutrales Weiß gilt. Sie entfernt oder bewahrt den Farbton des Lichts.
Ausgefressene Lichter
Ein Bildbereich, dessen Helligkeit die Aufzeichnungsgrenze überschritten hat, sodass die Details zu einer reinweißen Fläche geworden sind.
Entwicklung
Die Umwandlung einer RAW-Datei in ein gewöhnliches Bild: Festlegen von Weißabgleich, Belichtung, Kontrast und Farbe im RAW-Konverter.
  • Lektionen

    Grundlagenlektionen: Belichtung, Fokus und Schärfentiefe, Licht, Bildgestaltung, Farbe und Weißabgleich, RAW und Entwicklung.

  • Methoden

    Aufnahmeprogramme, das Lesen des Histogramms, ein wenig Fotogeschichte und verbreitete Mythen über Technik und Regeln.

  • Fragen

    Antworten zum Leitfaden, zu Kameratechnik und Einstellungen und dazu, wie man selbstständig lernt und übt.

Quellen

  • Lehrbücher zu den Grundlagen der Fotografie: Belichtung, Optik, Licht und Bildgestaltung
  • DNG specification (Adobe, 2004)

Die Angaben zu Belichtung, Optik, Licht und Bearbeitung sind allgemein gehalten und stützen sich auf Lehrbücher zu den Grundlagen der Fotografie sowie auf die genannten Quellen. Kameraeinstellungen hängen von Motiv und Bildidee ab – prüfen Sie die Tipps daher an Ihren eigenen Aufnahmen.